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Offenes und geschlossenes Drama Definition / Merkmale geschlossenes Drama offenes Drama Handlung • einheitliche, in sich abgeschlossene Haupthandlung • kausale Verknüpfung der Szenen (Nichtaustauschbarkeit) • einzelne Handlungen als Schritte einer logisch und psychologisch zwingenden Abfolge • mehrere Handlungen gleichzeitig • Zerrissenheit der Handlungsabfolge • relative Autonomie einzelner Episoden Zeit • Einheit der Zeit • Zeit nur Rahmen des Geschehens • keine Zeitsprünge • ausgedehnter Zeitraum • Zeitsprünge zwischen Szenen Ort • Einheit des Ortes • Ort nur Rahmen des Geschehens • Vielheit der Orte • Räume charakterisieren und determinieren Verhalten (Raum als Bedeutungsträger). Personen • geringe Zahl • Ständeklausel (Festsetzung, dass in einer Tragödie die Hauptpersonen nur von hohem, in der Komödie nur von niederem Stand sein dürfen) • hoher Bewusstseinsgrad • große Zahl • keine ständischen und sozialen Beschränkungen • komplexes Zusammenspiel von Innenwelt und Außenwelt Komposition • Handlungszusammenhang als Ganzes • Gliederung vom Ganzen zu den Teilen • funktionale Zuordnung der Szene zum Akt und des Aktes zum Drama • lineare Abfolge des Geschehens • Dominanz des Ausschnitts • Gliederung von den Teilen zum Ganzen • Szenen haben ihren Schwerpunkt in sich selbst. • Variation und Kontrastierung von Szenen Sprache • einheitlicher an der Rhetorik ausgerichteter Sprachstil (Versform) • Dialog als Rededuell (Stichomythie) • Pluralismus des Sprechens • Mischung der Stilebenen und der Ausdrucks­ haltung • Orientierung an der Alltagssprache Aus: http://www.einladung-zur-literaturwissenschaft.de/ indexa150.html?option=com_content&view=article&id=347%3A7-2-offenes-und-geschlossenes-drama &catid=42%3Akapitel-7&Itemid=53 (08. 03. 2021). II. DIE STRUKTUR DES DRAMENFRAGMENTS 13

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